Ein gründerzeitliches Mehrfamilienhaus soll aufgestockt und in ein Apartmentgebäude umgebaut werden. Das zweistöckige Gebäude verfügt über eine geschlossene Straßenfront und soll zum begrünten Garten hin mit durchgehenden Balkonen, einer Terrasse und einem Aufzug ergänzt werden. Die bestehenden Wohnungsgrundrisse sollen im Zuge der Nutzungsänderung komplett umgebaut und den neuen Anforderungen angepasst werden. Vor allem die erforderlichen Sanitärräume müssen möglichst platzsparend in die bestehende Gebäudestruktur integriert werden.
Darüber hinaus soll das zukünftige Apartmentgebäude möglichst geringe Energiekosten haben und im Bereich der Bestandssanierung mit Fördermitteln teilfinanziert werden.
Planungsphase:
Die Leistungen für dieses Projekt umfassen die Entwurfs-, Einreich-, Ausführungs- und Detailplanung sowie die bauphysikalische Begleitung des Bauvorhabens bis zur Baueinreichung. Diese schließt den Nachweis der Energiekennzahlen, des Schallschutzes sowie der Vermeidung sommerlicher Überwärmung mit ein.
Ausführung:
Das Projekt befindet sich derzeit in der Ausführungsphase. Nach einem Teilabbruch des hofseitigen Stiegenhauses, der Errichtung der Balkone und des Aufzugs sowie der Betonierung der neuen obersten Geschossdecke ist der Rohbau zur Zeit abgeschlossen.
Im Endausbau wird das Apartmentgebäude über fünf Einheiten mit jeweils eigenem Balkon verfügen. Zusätzlich entstehen neben dem begrünten Flachdach eine begrünte Dachterrasse mit Sonnenschutz (PV-Module) und Blick in den Garten mit Biotop und Regenerationszone.
Alle Gebäudeteile der thermischen Hülle werden gemäß den aktuell gültigen Gebäudestandards thermisch gedämmt und instandgesetzt. Sämtliche Fenster werden erneuert und mit außenliegendem Sonnenschutz ausgestattet. In Abstimmung mit der MA19 werden dabei die ursprünglichen negativen Fensterfaschen und Hauptgesimse nachgebildet, um das ursprüngliche Stadtbild zu bewahren. Durch den neuen Aufzug sind alle Einheiten barrierefrei erschlossen. Insgesamt kann der Heizwärmebedarf des Bestandsgebäude um 83% gesenkt werden.
Haustechnik:
Die Gas-Kombithermen der Bestandswohnungen werden stillgelegt und gegen eine zentrale Luft-Wasser-Wärmepumpe getauscht und das gesamte Gebäude auf Fußbodenheizung umgestellt. Das Warmwasser wird mittels dezentraler Wärmepumpen mit integrierten Speicher erzeugt. Zusätzlich wird die Heizungsanlage durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach im Umfang von ca. 8 kWp unterstützt und jede Apartmenteinheit durch eine kontrollierten Wohnraumbelüftung optimal mit Frischluft versorgt.
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