Beim Projekt handelt es sich um einen landwirtschaftlichen Mastbetrieb der Familie Berger in Geboltskirchen, Oberösterreich. Der Betrieb ist ganzjährig auf eine verlässliche und temperaturstabile Wärmeversorgung angewiesen, da diese essenziell für Tiergesundheit, Wirtschaftlichkeit und Betriebssicherheit ist.
Motiv für die Umsetzung war es, die bestehende Wärmeversorgung nachhaltiger, wirtschaftlicher und unabhängiger von fossilen Energieträgern zu gestalten. Steigende Energiekosten sowie der Wunsch nach CO₂-Reduktion und langfristiger Planungssicherheit spielten dabei eine zentrale Rolle.
Ziel des Projektes war die Integration einer leistungsstarken Solarthermieanlage, die den Betrieb zuverlässig mit erneuerbarer Wärme versorgt und gleichzeitig die Betriebskosten senkt. Mit einer installierten Leistung von 252 kWp (360 m² Kollektorfläche) erzeugt die Anlage jährlich rund 156 MWh Solarwärme und spart etwa 32 Tonnen CO₂ pro Jahr ein. Die Vision war eine zukunftssichere, wirtschaftlich tragfähige und klimafreundliche Energieversorgung für einen modernen landwirtschaftlichen Betrieb.
Die Anlage wurde so ausgelegt, dass sie optimal in das bestehende Wärmesystem integriert ist und einen signifikanten Anteil der Grundlast abdeckt. Das Projekt zeigt das Potenzial großflächiger Solarthermie im landwirtschaftlichen Bereich – insbesondere bei kontinuierlichem Wärmebedarf.
Am Mastbetrieb Berger in Geboltskirchen wurde 2025 eine großflächige Solarthermieanlage (GASOKOL gigaSol P) mit 252 kWp bzw. 360 m² Kollektorfläche umgesetzt und in das bestehende Wärmesystem eingebunden – mit klarem Fokus auf maximale Versorgungssicherheit im laufenden Stallbetrieb. Die Auslegung erfolgte simulationsbasiert und lastprofilgerecht, um die solar nutzbaren Betriebszeiten optimal auszuschöpfen und gleichzeitig eine robuste, wartungsfreundliche Lösung zu schaffen. Als zentrale Herausforderung galt die Umsetzung ohne jede Beeinträchtigung der temperaturkritischen Betriebsabläufe, woraus sich als wichtiges Take-away ableiten lässt: Je früher Bedarf, Einbindung und Regelstrategie gemeinsam geplant werden, desto reibungsloser und wirtschaftlicher funktioniert die Integration. Ergebnis des Projekts sind rund 156 MWh Solarwärme pro Jahr und etwa 32 t CO-Einsparung jährlich – verbunden mit sinkendem fossilem Brennstoffeinsatz, stabileren Wärmekosten und einer skalierbaren Referenzlösung für weitere landwirtschaftliche Betriebe.
Projekt
Nichtwohngebäude
Ort: Geboltskirchen
Baujahr: 2025
Sanierungsjahr: 2025
Maßnahmen: Optimierung der Heizung durch Einsatz von Solarthermie