Eine Familie mit zwei Kindern erbt ein freistehendes Mehrfamilienhaus aus den 1930er-Jahren im Umkreis von Wien und entscheidet sich, von der Stadt ins ländliche Umland zu ziehen. Das Gebäude umfasst ursprünglich drei Wohneinheiten und wird im Zuge des Umzugs grundlegend thermisch und energetisch saniert. Ziel des Projekts ist eine zukunftsorientierte, klimafreundliche Modernisierung des Bestands.
Die Energiekosten sollen deutlich gesenkt werden und die thermische Behaglichkeit soll vor allem im Bereich der Fenster verbessert werden.
Zu Beginn der Planung wurde das Bestandsgebäude einschließlich Energiebedarf und technischer Infrastruktur umfassend analysiert. Darauf aufbauend wurde ein Sanierungskonzept entwickelt, das in mehreren Varianten die möglichen Energieeinsparungen, erzielbaren Förderungen sowie den zu erwartenden Kostenaufwand untersuchte.
Darüber hinaus wurde geprüft, in welchem Umfang die bestehenden Heizkörper für den Betrieb mit einer neuen Wärmepumpe angepasst oder ersetzt werden müssen und ob der Einsatz nachwachsender Rohstoffe zumindest teilweise wirtschaftlich sinnvoll ist.
Nach Festlegung der gewünschten Sanierungsparameter wurde das Projekt bei der zuständigen Baubehörde angezeigt (Bauanzeige und Energieausweis). Anschließend erfolgten eine funktionale Ausschreibung sowie die Vergabe der Bauleistungen.
Im Zuge der baulichen Umsetzung wurde die gesamte Fassade thermisch gedämmt. Zudem wurden die Eingangstür sowie sämtliche Fenster erneuert und auf der Südseite mit außenliegendem Sonnenschutz ausgestattet. Die Kellerdecke wurde kosteneffizient mittels einer abgehängten Decke mit Zellulose-Einblasdämmung gedämmt. Dadurch konnte die thermische Gebäudehülle zu mehr als 25 % mit nachwachsenden Rohstoffen ausgeführt werden.
Im Rahmen der Dekarbonisierung wurden die beiden bestehenden Gasthermen sowie die Gasherde stillgelegt und durch eine gemeinsame Luft-Wasser-Wärmepumpe (14 kW) ersetzt. Zusätzlich wurde eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 7,8 kWp auf dem Dach und der Garage installiert. Nach dem Austausch der erforderlichen Heizkörper und der Durchführung eines hydraulischen Abgleichs wurde die Gesamtanlage erfolgreich in Betrieb genommen.
Sie müssen den Inhalt von reCAPTCHA laden, um das Formular abzuschicken. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten mit Drittanbietern ausgetauscht werden.
Mehr Informationen