Aus allen Ländern der Habsburger-Monarchie kamen Frauen zu den „Lieserln“ im dritten Wiener Gemeindebezirk, um sich behandeln zu lassen. Der geschichtsträchtige Ort ist heute ein modernes Klosterspital und Zentrum für Menschen im letzten Lebensabschnitt. Denkmalschutz, innerstädtische Lage, archäologische Funde und ein Maulbeerbaum machten Revitalisierung sowie Um- und Neubau zu einem besonderen Projekt mit Auszeichnung. Glaserker, Holzverkleidungen, elegante schwarze Türrahmen, designte Badezimmer und frisch zubereitete Speisen, die à la carte gewählt werden, das Franziskaner Spital bietet den Wohlfühlcharakter eines Hotels mit intelligenten architektonischen Lösungen. Der hohe Anspruch an Hygiene und die Anforderungen an den Krankenhausbetrieb sind gekonnt in wohnliche Elemente gekleidet. Auf einer Fläche von 30.000 m2 wurde ein Zentrum für Menschen im Alter, eine in Österreich einzigartige Frischküche, zwei Interne Stationen, eine Palliativstation, sowie eine Tagesklinik für Akut-Geriatrie angesiedelt. Alle Umbaumaßnahmen erfolgten im laufenden Betrieb, was durch gut abgestimmte Logistik und Kommunikation gelang. Das Projekt „Elisabethinen Wien-Mitte“ steht exemplarisch für gelungene Kooperation und architektonische Sensibilität im historischen Kontext. Für die herausragende partnerschaftliche Zusammenarbeit wurde es mit dem CCC-Award (Construction, Consulting, Culture) der Baubranche ausgezeichnet. Darüber hinaus erhielt das Projekt zahlreiche Ehrungen, darunter die Denkmalschutzmedaille der Republik Österreich sowie internationale Architekturpreise wie den renommierten AMP und den BLT Award. Im Jahr 2025 wurde „Elisabethinen Wien-Mitte“ schließlich mit dem FIABCI Austria Award in der Kategorie „Bauen im Bestand“ gewürdigt, ein weiterer Meilenstein in der Erfolgsgeschichte dieses außergewöhnlichen Bauvorhabens.
Das Projekt umfasst die Sanierung und Erweiterung des Klostergevierts entlang der
Landstraßer Hauptstraße. Der Spitalhaupttrakt wird durch Dachgeschossausbau und zwei neue Flügel erweitert. Ein neuer Verwaltungstrakt mit transparentem Stiegenhaus wird errichtet. Das Dachgeschoss wird zur Akutgeriatrie umgewandelt. 2019 wurden Bettenstationen und eine Spitalsküche hinzugefügt. Die Sanierung trug zur Ressourcenschonung und Vermeidung von Bodenversiegelung bei. Lebensdauer und Abfall wurden durch Ergänzungen minimiert. Klimaresilienz und Energieeffizienz wurden verbessert. Ein Frischküchensystem ermöglicht individuelle Essensauswahl und reduziert Essensreste. Die Sanierungsarbeiten wurden mit hoher architektonischer Sensibilität im laufenden Krankenhausbetrieb umgesetzt. Die Planung berücksichtigte komplexe Rahmenbedingungen wie Denkmalschutz, innerstädtische Lage und archäologische Funde. Durch präzise Logistik und enge Kommunikation gelang die Durchführung ohne Betriebsunterbrechung. Die Erfahrungen zeigen, dass historische Substanz und moderne Anforderungen erfolgreich kombiniert werden können. Das Ergebnis ist ein mehrfach ausgezeichnetes Klosterspital mit Hotelcharakter, das medizinische Versorgung, Wohnlichkeit und Nachhaltigkeit vereint.
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